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Veröffentlicht in: Thuner Tagblatt, 02.04.2008, Seite 26 Nik Thomi moderiert die Charts auf DRS3 Vom Niesen in die Hitparade: Ein Thuner startet durch Er hat die Konzertbühne gegen das Radiostudio eingetauscht. Ab dem 6. April moderiert der Thuner Nik Thomi Sonntag für Sonntag die Hitparade auf DRS3. Seine Radiokarriere hat der 28-Jährige bei Radio BeO begonnen. Nik Thomi hatte schon früh den Drang, am Mikrofon zu stehen: «Nur habe ich noch nicht von Anfang an gewusst, dass es ein Radiomikrofon sein sollte», sagt der 28-Jährige lachend. Als er noch das Seefeld-Seminar in Thun besucht habe, sei er als Sänger einer regionalen Band auf der Bühne gestanden. Er habe allerdings feststellen müssen, dass seine Fähigkeiten nicht unbedingt im Musikmachen liegen würden. Deshalb tauschte er die Konzertbühne gegen ein Radiostudio ein. Ab dem 6. April wird er nun Sonntag für Sonntag die Hitparade auf DRS3 moderieren – eine der prestigeträchtigsten Sendungen in der Schweizer Radiolandschaft. Vom Radiovirus gepackt Zum Radio kam Nik Thomi in seiner Zeit am Seefeld-Seminar. Ein Schulkollege habe ihn darauf hingewiesen, dass Radio BeO einen Reporter suche. Thomi kriegte den Job und durfte einen ersten Beitrag zum Aufrichtungsfest auf dem Niesen beisteuern. Über die Lokalnachrichten landete er schliesslich beim Moderieren. Nach drei Jahren bei Radio BeO begann er ein Stage bei Radio Canal 3 in Biel. Doch bereits nach einem halben Jahr sei er darauf aufmerksam geworden, dass beim SRG-Jugendradio DRS Virus ein neuer Moderator gesucht wurde. «Ich habe mich beworben, ohne dass ich mir allzu grosse Hoffnungen gemacht hätte», sagt Nik Thomi. Er sei davon ausgegangen, dass er noch zu wenig Erfahrung im Moderieren habe. Nach zwei Probesendungen konnte er den Vertrag allerdings unterzeichnen. Und Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass es auf Thomis Radioleiter eine weitere Stufe nach oben geht. Doch die Moderation der Hitparade wird für ihn nicht zum Sprung ins kalte Wasser. Er hat die Sendung im letzten Jahr als Stellvertretung von Patrick Hässig schon sieben Mal moderieren dürfen. Sommer im Schadaupark Nik Thomi ist zwar in Wichtrach aufgewachsen, wohnt aber seit fünf Jahren in Thun. «Meine Freundin wohnt hier. Ich habe meine Wurzeln hier. Thun ist meine Heimat», sagt er. Wenn er im Lachenstadion stehe und «FC Thun» schreie, dann wisse er, dass er zu Hause sei. Wann immer er am Wochenende zu Hause sei und der FC Thun spiele, dann stehe er im Stadion. Es gebe ausserdem nichts Schöneres, als den Sommer im Schadaupark zu geniessen (siehe Kasten). Dass Thomi Mühe hat, sich von Thun loszulösen, gibt er unumwunden zu. Er pendelt deshalb auch seit drei Jahren, seit er bei DRS Virus angefangen hat, zwischen Thun und Basel hin und her und hätte sich nie vorstellen können, ganz nach Basel zu ziehen. Nun kommt allerdings durch seinen Job als Hitparadenmoderator mit Zürich ein weiterer beruflicher Standort dazu. Thun hat Potenzial Und trotzdem wird Nik Thomi dem Radiosender DRS Virus den Rücken nicht ganz zukehren. Er wird zukünftig also grösstenteils in Thun, Zürich und Basel unterwegs sein. Privat hört er am liebsten französischen oder italienischen Hip-Hop. «Das ist Musik, die nicht allzu oft in den Charts vertreten ist», sagt der Radiomoderator. Er entdeckt aber oftmals auch dank den Hitparaden interessante Musik und müsse sich in Bezug auf die musikalische Entwicklung immer up to date halten. Deshalb führt er zahlreiche Interviews und besucht regelmässig Konzerte. Auch in der Thuner Musikszene kennt er sich aus. «Insbesondere die Rockmusik hat grosses Potenzial dank Bands wie Pleroma, Loose Connection oder Aextra», so Thomi. Und wer weiss, vielleicht wird er ja schon bald in den Charts auf eine dieser Bands treffen. Silvan Gertsch |













